Freitag, Mai 02, 2008

Schnellinduktionen - flott in Tieftrance. Und dann?

In den letzten Wochen nehme ich mit einer ordentlichen Portion Skepsis und Besorgnis wahr, dass Kurse zum Thema "Schnellinduktionen", sog. Rapid Inductions, angeboten werden. Als Fortbildungsveranstaltungen für Hypnotiseure kann ich das ja verstehen - aber für Laien sollte das bitte nicht gemacht werden.

Sieht ja für einige wohl toll aus, wenn bei "YouTube" reihenweise die Leute "umfallen" - aber was bitte soll denn das? Wollen wir demnächst Leute ausbilden, die wildfremden Menschen die Hand schütteln und diese in Tieftrance versetzen?

Wichtiger die Frage: Was passiert denn, wenn die Leute vor Ort in Trance sind? Was macht der "frischgebackene Hypnoseprofi" dann? Ist er sicher in der Auflösung? Kann er mit der Situation umgehen?

Fragen über Fragen - ich sicher einer Antwort bedürfen, wenn man solche Kurse anbietet. Wie gesagt: Für Fachleute finde ich das toll. Coaches und Therapeuten können die Techniken sicher sinnvoll einsetzen. Für Showhypnotiseure auch gut - die erzeugen Effekte im Rahmen ihrer Arbeit.

Aber bitte, bitte... keine Laien an solche Techniken... sonst dürfen wir vielleicht demnächst "schlafende Menschen an Bushaltestellen" einsammeln ;-)